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Gemeinsam gegen Brustkrebs – Was Vorsorge leisten kann



Isabella Martorell Naßl und Katharina Jessel über Zahlen, Fakten und Vorsorgemöglichkeiten zum Thema Brustkrebs – und was die private Krankenversicherung hier bietet.


Welche gesellschaftliche Bedeutung das Thema Krebsvorsorge hat, wird mit einem Blick auf die Statistik deutlich: In Deutschland erkranken rund zwei von fünf Frauen (43%) und jeder zweite Mann (51%) im Laufe ihres Lebens an Krebs. Besonders häufig ist Brustkrebs: Jede 8. Frau erkrankt nach Angaben des RKI daran – der damit häufigsten Krebsart in Deutschland.


Die gute Nachricht: Die Heilungschancen bei Brustkrebs sind hoch – insbesondere, wenn das Mammakarzinom früh erkannt wird. Als Vorständinnen eines Versicherers, aber auch als Frauen, die selbst in ihrem Umfeld erlebt haben, was Brustkrebs anrichten kann, sehen wir uns in der Verantwortung, für das Thema zu sensibilisieren. Wir möchten deshalb den „Pinktober“ als Awareness-Monat für Brustkrebs nutzen, um über das Thema Vorsorge zu sprechen.


Ein wichtiges Stichwort beim Thema Vorsorge ist der individuelle Lebensstil. Wenngleich bestimmte Risikofaktoren für Brustkrebs nicht abänderbar sind – dazu zählen etwa dichtes Brustgewebe, bestimmte Hormontherapien oder die genetische Veranlagung – gibt es andere Risiken, die jeder selbst in der Hand hat: eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Das nehmen wir uns auch persönlich zu Herzen und versuchen, Zeiträume für Sport, Bewegung, aber auch Entspannung bewusst in den Alltag zu integrieren. Denn nach Angaben der deutschen Krebsgesellschaft wären etwa ein Viertel der heutigen Brustkrebserkrankungen durch einen gesünderen Lebensstil vermeidbar.


Zusätzlich zu diesen individuellen Vorsorgemaßnahmen sollten allerdings auch Untersuchungen zur Früherkennung erfolgen. Denn je früher der Brustkrebs erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Durch das sogenannte Mammographie-Screening kann Brustkrebs bei vielen Frauen sehr früh erkannt werden und ist dadurch in der Regel heilbar. Metastasierter Brustkrebs hingegen ist meist nicht heilbar, jedoch therapierbar. Ein routinemäßiges selbständiges Abtasten der Brust, das jährliche Abtasten beim Gynäkologen und regelmäßige Mammographie-Screenings ab 50 sollten daher für jede Frau selbstverständlich sein – für uns ist es das.


Was, wenn ich zu einer Risikogruppe zähle?


Liegen besondere Risikofaktoren vor, sind zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen empfehlenswert. Die private Krankenversicherung bietet hier zusätzliche Angebote, die die gesetzliche Krankenkasse nicht leisten kann. Denn welche Vorsorgeuntersuchungen wie oft und in welchem Alter durchgeführt werden, sollte individuell angepasst werden – nicht umsonst fragt ein Arzt stets nach Vorerkrankungen und Krankheitsfällen in der Familie. Ein Vorsorgetarif ist daher auch für gesetzlich Versicherte ratsam. Ist beispielsweise das Brustkrebsrisiko erhöht, sind Ultraschalluntersuchungen oder eine Magnetresonanztomographie empfehlenswert. Dasselbe gilt auch für andere Vorsorgeuntersuchungen – bei Männern etwa bei Prostatakrebs.


Grundsätzlich aber gilt: Vorsorge muss ganzheitlich betrachtet werden und fängt nicht erst beim Haut-Screening oder der Mammographie an. Wir verstehen uns als Gesundheitspartner unserer Kund*innen, für die wir nicht nur im Krankheitsfall einstehen, sondern ermutigen zu individuellen Vorsorgemaßnahmen – vom gesunden Lebensstil, über Schutzimpfungen und Zahnvorsorge bis hin zu regelmäßigen Check-Ups samt Früherkennung. Das sind nicht nur Empfehlungen, die wir als Vorständinnen einer öffentlichen Versicherung aussprechen, sondern Maßnahmen, die wir selbst im Alltag leben und zu denen wir alle ermutigen.


Übrigens: Vorsorge schützt nicht nur unsere Kund*innen vor langwierigen und kostspieligen Behandlungen, sondern entlastet auch das Gesundheitssystem. Ressourcen, die wir als Versicherer anderweitig für unsere Versicherten einsetzen können.


Obwohl beim Thema Frauengesundheit noch viel aufzuholen ist (Stichwort Gender Health Gap und die problematische Ausrichtung der medizinischen Forschung am männlichen Körper), wollen wir abschließend auf eine positive Entwicklung hinweisen: Das Bewusstsein für Krebsvorsorge wächst: Bereits 67 % der Frauen gehen regelmäßig zur Krebsfrüherkennung. Bei den Männern sind es nach Angaben des RKI dagegen nur 40 %. Unser Ziel ist es, dass diese Zahl weiter steigt.


Über die Autorinnen:

Isabella Martorell Naßl und Katharina Jessel sind Vorständinnen der Kranken- und Reiseversicherer im Konzern Versicherungskammer.


Isabella Martorell Naßl Katharina Jessel





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