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FRAUEN100 x taft: The Power of Feeling GOOD

  • vor 2 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Am Donnerstagabend luden FRAUEN100 und Schwarzkopf taft ins Berliner Papillon – zu einem Abend unter dem Motto „The Power of Feeling Good“. Fünf Frauen erzählten, wie aus kleinen, alltäglichen Momenten echtes Selbstbewusstsein und Resilienz wachsen.


Selbstbewusstsein wirkt oft wie eine Eigenschaft, die man entweder hat oder nicht hat. Doch genau dieses Bild wollte der Abend im Papillon widerlegen. Unter dem Motto „The Power of Feeling Good" luden FRAUEN100 und Schwarzkopf taft am 27. August Gäste aus Medien, Wirtschaft und Kultur zu einem Format ein, das bewusst nicht laut, sondern persönlich war – und bei dem auch die neue taft GOOD HAIR-Reihe erstmals vorgestellt wurde. Moderatorin Lola Weippert machte in ihrer Eröffnung deutlich, worum es an diesem Abend gehen sollte: nicht um die eine große Geste, sondern um die kleinen Momente, in denen man sich selbst treu bleibt – und darum, wie aus ihnen etwas Größeres wächst: Resilienz.



Die innere Oma als Kompass

Den Auftakt gestaltete Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin und Podcast-Host Franca Cerutti mit einem Konzept, das sie seit rund 15 Jahren in ihrer Praxis begleitet: die „innere Oma“. Anders als das vielzitierte innere Kind stehe sie nicht für die Vergangenheit, sondern für die eigene Zukunft. Die sehr alte Frau, die man rein statistisch einmal sein wird. Wer sich mit ihr verbinde, treffe nachweislich langfristig klügere und mutigere Entscheidungen, so Cerutti – nicht nur finanziell, sondern in jeder Form der Selbstfürsorge.


„Die innere Oma ist die weiseste Instanz, die wir in uns treffen können. Wenn wir Entscheidungen treffen, kann die Frage kraftvoll sein: Was würde meine innere Oma dazu sagen?"  – Franca Cerutti, Psychotherapeutin und Autorin

Ihr Appell an die Runde: aufhören, sich ständig zu vergleichen und klein zu machen und stattdessen anfangen, den Mund aufzumachen, wenn es darauf ankommt.


Finanzielle Selbstbestimmung

Wie eng Selbstbewusstsein mit finanzieller Unabhängigkeit verknüpft ist, machte Janin Ullmann im anschließenden Panel deutlich. Aufgewachsen im Plattenbau in Erfurt bei ihrer alleinerziehenden Mutter, wusste sie früh, was es bedeutet, wenn Geld fehlt  und begann bereits mit 14 Jahren zu arbeiten. Aus dieser Erfahrung entstand vor rund vier bis fünf Jahren gemeinsam mit OMR ihr Podcast, im Juni 2026 folgte ihr Buch „Female Finance. Dein Geld. Dein Leben. Deine Regeln.“


„Wenn du als Frau kein Geld hast, hast du auch keine Macht. Geld hat immer mit Kontrolle zu tun – und es gibt viel zu viele Frauen, die aus finanzieller Abhängigkeit nicht aus Beziehungen herauskommen."  – Janin Ullmann, Autorin „Female Finance“

Ullmann betonte dabei, dass es nicht um eine Bewertung individueller Lebensmodelle gehe, sondern um Bewusstsein: sich der eigenen finanziellen Situation aktiv anzunehmen, statt sie anderen zu überlassen.


Mut zur Veränderung

Laura Brinkmann, Vice President Sales bei Henkel Consumer Brands Deutschland, sprach über ihren beruflichen Weg mit mutigen Schritten und Umwegen bis in die heutige Vertriebsleitung des Unternehmens in Deutschland. Sie ist die erste Frau unter 50 Jahren, die in der 150-jährigen Geschichte des Unternehmens diese Rolle übernimmt.


„The magic happens outside your comfort zone. Ich habe immer wieder gemerkt: Genau dort, wo es unbequem wird, entstehen die Momente, aus denen man am meisten lernt."  – Laura Brinkmann, VP Sales, Henkel

Auf die Frage, woher sie in stressigen Phasen ihre Stärke ziehe, verwies Brinkmann auf ihr Team als Sparringspartner sowie auf einen bewussten Ausgleich am Wochenende – für sie vor allem in den Bergen.


Freude als Entscheidung

Moderatorin und Speakerin für Female Leadership und Mental Health Milka Loff Fernandes brachte mit „Joy Culture“ ein Konzept ein, das Freude nicht dem Zufall überlässt, sondern aktiv im Alltag verankert. Offen sprach sie dabei auch über eine Zeit, in der sie nicht gut mit sich und ihrem Körper umgegangen ist. Und darüber, wie sie sich Schritt für Schritt an Momente erinnerte, in denen es ihr gut ging, um daraus wieder Kraft zu schöpfen.


„Wir sollten Freude als innere Autorität in uns selbst kultivieren, bevor wir sie in die Welt tragen. Diese Erinnerung an unsere eigene Freude trägt uns wie ein festes Schiff durch jeden Sturm."  – Milka Loff Fernandes, Speakerin & Emotional Health Ambassador

Sich selbst treu bleiben

Den persönlichen Abschluss des Abends bildete das Interview mit Model und Content Creatorin Alex Mariah Peter, die 2021 „Germany's Next Topmodel“ gewann und seither offen über ihren Umgang mit Öffentlichkeit, Grenzen und ihrem Körper spricht. Erst wenige Tage vor dem Event war sie in ihrer Nachbarschaft in Charlottenburg belästigt worden. Eine Erfahrung, die sie schilderte, ohne sie zu beschönigen, und die zugleich ihre erste Reaktion offenlegte: sich selbst zu hinterfragen, statt das Verhalten des Belästigers infrage zu stellen.


Sie berichtete zudem, wie sie sich nach ihrem GNTM-Sieg bewusst dagegen entschied, ausschließlich auf ihre Transidentität reduziert zu werden. Unter anderem, indem sie ein Jahr lang keine Interviews gab und mehrere Jahre lang bewusst keine gesonderten Kampagnen zum Thema machte. Sie sprach darüber, wie sich ihr Verhältnis zum eigenen Körper von einem „Schlachtfeld“ zu einem „Zuhause“ gewandelt hat; ein Prozess, den sie als graduell und nie ganz abgeschlossen beschreibt.


„Ich traue mich inzwischen, unbequem zu sein und Nein zu sagen. Das war für mich der eigentliche Schlüssel – nicht der eine große Moment, sondern das tägliche Dranbleiben." – Alex Mariah Peter, Model & Content Creatorin


Was bleibt

Fünf Frauen, fünf sehr unterschiedliche Wege und doch ein gemeinsamer roter Faden: Innere Stärke entsteht nicht in dem einen großen, perfekten Moment, sondern in vielen kleinen Entscheidungen, sich selbst nicht zu verlieren. 

Vielen Dank an Schwarzkopf taft für diese tolle Kooperation, unterstützt durch den ADAC.


Text von Meike Schneiders




 
 
 

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