FRAUEN 30 - Dinner

Nach dem ersten FRAUEN30 Dinner im Dezember 2021, luden wir am 19. Mai 2022 erneut zum exklusiven FRAUEN 30 Dinner im Grill Royal in Berlin ein.



Das Event widmete sich dem Schwerpunkt „Liebe ohne Gewalt“, welches bereits durch die gleichnamige Initiative von Yves Saint Laurent und unserem Event im Januar 2022 thematisiert wurde. Zusammen mit unseren wichtigsten Unterstützerinnen griffen wir das Thema Gewalt in Partnerschaften bei unserem Panel-Talk erneut auf. Zudem konnten sich die Gäste beim gemeinsamen Dinner austauschen und neue Anreize schaffen.


Moderatorin Nele Würzbach führte durch den Abend und leitete den Panel-Talk. Katja Grieger, Geschäftsführerin des Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, verschaffte uns einen Einblick in ihre beeindruckende Arbeit mit den Opfern. Sie betonte dabei besonders, wie schwer es ist emotionalen Missbrauch zu erkennen und wie gefährlich dieser ist. „Es wird vor allem dann gefährlich und nicht selten lebensgefährlich, wenn sich Frauen aus gewalttätigen Partnerschaften trennen wollen.“. Mit ihrem Team hilft Katja Grieger Betroffenen und verdeutlicht, dass sich Frauen zu jeder Zeit an eine der Beratungsstellen wenden können.


Nadine Klein, Botschafterin von YSL Beauty’s Kampagne „Liebe ohne Gewalt“, teilte im Panel-Talk ihre ganz persönliche Geschichte: „Ich war immer das Problem. Egal was war, egal was vorgefallen ist, war immer ich schuld.“ Sie betont außerdem, wie wichtig es ist auf die Warnsignale von psychischer Gewalt zu achten, um nicht selbst daran zu zerbrechen. Nadine erzählte aus einer vergangenen Partnerschaft, „Dass es eine Beziehung war, die mich auf Dauer krank gemacht hat. Die mich richtig kaputt gemacht hätte, wäre ich dort nicht rausgekommen.“.


Als vierte Teilnehmerin des Panel-Talks beleuchtete Frau Dr. Stefanie Schork, Rechts- und Fachanwältin für Strafrecht, das Thema von rechtlicher Seite. Dabei hub sie hervor, dass Gewalt in Partnerschaften häufig schwer strafrechtlich verfolgbar ist und die kurzen Strafantragsfristen, die oft bei lediglich drei Monaten liegen, ein großes Problem darstellen. Dennoch stehen künftig positive Änderungen in der Gesetzgebung an, die den Opfern helfen. Abschließend gab sie einige Tipps, wie Betroffene richtig handeln: So früh wie möglich Anzeige erstatten, Gedächtnisprotokoll anfertigen, Verletzungen dokumentieren und einen Anwalt oder eine Anwältin zu Rate ziehen.

Wir sind sehr dankbar für die fortwährende Unterstützung unserer Gäste. Wenn wir Frauen solidarisch miteinander sind, unsere Stimme erheben und unser Netzwerk nutzen, können wir wirklich etwas erreichen. Gemeinsam sind wir stärker!


„Das Heimtückische an psychischer Gewalt in Beziehungen

– Dein Feind schläft neben dir im Bett.“

Nadine Klein