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FRAUEN100 x HEALTH Dinner – Gemeinsam stark gegen Brustkrebs

3. Oktober 2025

Am 2. Oktober 2025 verwandelte sich der historische Spiegelsaal des Clärchens Ballhaus in einen Raum voller Emotion, Offenheit und Solidarität. FRAUEN100 lud gemeinsam mit The Estée Lauder Companies zu einem weiteren FRAUEN100 x HEALTH Event, um über ein Thema zu sprechen, das Millionen Frauen betrifft und doch oft tabuisiert wird: Brustkrebs.


Von der ersten Minute an war klar: Dies würde kein gewöhnlicher Abend werden. „Wir lachen, wir weinen, wir sind ehrlich – und genau das brauchen wir bei diesem Thema“, sagte Moderatorin Steffi Brungs, die mit großer Sensibilität durch den Abend führte. Die ikonische pinke Schleife, seit 1992 von Evelyn H. Lauder als Symbol im weltweiten Kampf gegen Brustkrebs getragen, stand auch hier sinnbildlich für die Botschaft: Gemeinsam sind wir stärker. Das betonte auch Linda Höck, General Manager DACH der Estée Lauder Companies, die die Gäste mit einem Weckruf begrüßte: „70.000 Betroffene jährlich und dennoch tasten nur zehn Prozent ihre Brust regelmäßig ab. Das muss sich ändern.“


Besonders eindrucksvoll war auch das anschließende Panel mit Carolin Kotke, Dilara Aylin Ziem, Friederike Koenig und Steff Rödl. Vier Frauen, vier Perspektiven – und eine gemeinsame Botschaft: Brustkrebs ist mehr als eine Diagnose. Er betrifft das ganze Leben, Familien und das Umfeld. Brustkrebs-Überlebende Carolin Kotke erzählte von ihrer eigenen Lebensgeschichte: „Als ich meine Diagnose bekam, war ich 29. Ich hatte gerade erst angefangen, mein Leben zu leben – und plötzlich stand alles still.“ Ihr Bericht machte deutlich, dass Brustkrebs keine Altersgrenze kennt und gerade junge Frauen völlig unvorbereitet trifft. Schauspielerin Dilara Aylin Ziem sprach als Tochter einer Betroffenen: „Meine Mutter war erkrankt – und ich stand daneben, ohne zu wissen, wie ich stark sein sollte. Man will helfen, aber oft fühlt man sich hilflos.“ Ihre Worte gaben der Erfahrung vieler Angehöriger eine Stimme, die im Brustkrebsdiskurs oft zu wenig gehört wird. 


„Brustkrebs ist kein Randthema. Er betrifft uns alle – als Frauen, als Partnerinnen, als Freundinnen, als Gesellschaft.“


Mitgründerin und Vorständin von „das Buusenkollektiv“ Steff Rödl richtete den Blick auf gesellschaftliche Tabus und digitale Hürden: „Über Brustkrebs zu sprechen ist immer noch schwierig – und selbst auf Social Media werden Inhalte zum Thema häufig geshadowbanned. Dabei brauchen wir Sichtbarkeit, wir brauchen echte Geschichten, die Mut machen.“ Ihr Appell war ein eindringlicher Hinweis darauf, dass Aufklärung auch im digitalen Raum ihren Platz haben muss. Yeswecan!cer-Chefredakteurin Friederike Koenig schließlich ordnete ein, wie sehr Brustkrebs nicht nur den Körper, sondern ganze Lebenswelten betrifft: „Brustkrebs ist kein Randthema. Er betrifft uns alle – als Frauen, als Partnerinnen, als Freundinnen, als Gesellschaft.“ Mit dieser klaren Botschaft schloss sie das Panel und machte deutlich, warum es so wichtig ist, Räume für Austausch und Offenheit zu schaffen. Das Panel war geprägt von Ehrlichkeit, Verletzlichkeit und großer Stärke. Zwischen Lachen und Tränen entstand eine Nähe zwischen Bühne und Publikum, die den ganzen Abend tragen sollte.


Nach diesem intensiven Austausch betrat Schauspielerin und Fernsehmoderatorin Susan Sideropoulos die Bühne – deren Mutter an Brustkrebs verstarb – und sorgte mit ihrer Keynote für einen der emotionalsten Momente des Abends. Sie sprach über die „Gleichzeitigkeit“ des Lebens: „Ich darf traurig sein und gleichzeitig glücklich. Ich darf weinen und gleichzeitig lachen. Diese Gleichzeitigkeit auszuhalten, das ist vielleicht die größte Lektion des Lebens.“ Ihre persönliche Geschichte berührte das Publikum zutiefst. Man spürte, wie ihre Botschaft – Schmerz und Freude gehören zusammen – im ganzen Saal nachhallte. Die Folge: Tränen, Umarmungen und gegenseitiger Halt. Ein echter Moment des FRAUEN100-Frauennetzwerks!


„Im Jahr 2025 ist Bullshit-Marketing-Feminismus sowas von passé“


Zum Abschluss brachte Philosophin Rebekka Reinhard einen anderen Blick ein: den auf die Chancen, aber auch die Risiken neuer Technologien. „Die größten Hoffnungen für die Krebsmedizin liegen tatsächlich in der Früherkennung, in personalisierten Therapien, in Immuntherapien“, sagte sie – und verband ihre Analyse mit einer klaren Botschaft: „Daten sind nicht abstrakt. Sie sind Fragmente unserer selbst.“ Gleichzeitig machte sie deutlich, was wir von Brustkrebs-Patientinnen lernen können: „Ich habe Demut gelernt – zuzuhören, nicht alles erklären zu wollen, sondern einfach nur da zu sein.“ Mit ihrem leidenschaftlichen Appell an Zusammenhalt fand Reinhard klare Worte: „Es ist vollkommen egal, welche Körbchengröße wir haben. Im Jahr 2025 ist Bullshit-Marketing-Feminismus sowas von passé. Jetzt geht es um echte Sisterhood, um das Verbindende, darum, unsere Geschichten zu teilen und miteinander stark zu werden.“


Startschuss für die FRAUEN100 SUPPORT BOX 2025


Das Event diente nicht nur dem Austausch und der Sensibilisierung, sondern markierte auch den Auftakt für die Special Edition der FRAUEN100 SUPPORT BOX 2025 – in Kooperation mit den Estée Lauder Companies. Die Box enthält acht exklusive Produkte mit einem Gesamtwert von über 425 Euro, erhältlich für 149 Euro. Damit erhalten Käuferinnen einen Preisvorteil von mehr als 250 Euro – und gleichzeitig fließt der gesamte (netto) Erlös an die Breast Cancer Research Foundation®. Zum Pink Month macht FRAUEN100 mit der Special Edition erneut auf Brustkrebs aufmerksam und unterstützt Prävention, Früherkennung und Aufklärung. Ziel ist es, eine Kultur der Selbstfürsorge zu fördern und Frauen zu ermutigen, ihre Gesundheit wortwörtlich aktiv in die Hand zu nehmen. Bereits in der Vergangenheit konnten durch die SUPPORT BOXEN über 180.000 Euro für Projekte wie „Wir stärken Mädchen“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, „bff: Frauen Gegen Gewalt e.V.“ und Frauenhäuser gesammelt werden.


Warum es so wichtig ist offen über Brustkrebs zu sprechen


Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen:

  • Jährlich gibt es in Deutschland rund 70.000 Neuerkrankungen.

  • Jede 8. Frau ist im Laufe ihres Lebens betroffen.

  • Weltweit steigt die Zahl der Diagnosen, auch jüngere Frauen sind betroffen

  • Früherkennung durch Mammografie und Selbstabtastung kann die Heilungschancen entscheidend verbessern.


Text von Rebecca Stringa.

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