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Girls‘Day - Füer eine Berufswelt ohne Geschlechterklischees



Bereits im Alter von nur 5 Jahren beginnen Mädchen weniger an sich selbst zu glauben. Sie glauben nicht mehr daran, dass ihr Geschlecht alles tun oder sein kann. Auch Studien zeigen, dass Kinder schon in sehr jungen Jahren kulturelle Stereotypen aufgreifen, die darauf hindeuten, dass Frauen nicht so intelligent seien wie Männer. Diese Stereotypen werden oft durch den Familien- und Freundeskreis, sowie durch die Medien aufrechterhalten, die sie auf subtile Weise verstärken.1 Vielen Kindern fällt es schwer, sich entgegen der „Norm“ zu entwickeln und ihre eigenen Interessen zu verfolgen.


Dieses Phänomen spiegelt sich auch in der Berufswahl von Mädchen und Jungen in Deutschland wider. Traditionell verankerte Rollenbilder schreiben Jungen und Mädchen bestimmte Kompetenzen und Fähigkeiten zu, auf dessen Grundlage Ausbildungen und Berufe ausgewählt werden. Besonders im sogenannten MINT- (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) Sektor sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert, weshalb eine gleichberechtigte Teilhabe in der Arbeitswelt bisher noch nicht existiert.


Auch zahlreiche Studien bestätigen, was wir heute der Arbeitswelt wahrnehmen. In einem Report des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institutes der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2020 befassten sich die Autoren mit dem Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland. Der Bericht zeigt unter anderem welche Berufsfelder typisch frauen- und männerdominiert sind. Besonders Berufe im sozialen Bereich und Gesundheitssektor sind mit 82,2% von Frauen dominiert. Auch bei Reinigungsberufen gibt es eine klare Überzahl der 73,7% weiblichen Erwerbstätigen. Diesen Zahlen gegenüber stehen wiederrum Branchen und Sektoren, in denen Frauen ganz klar in der Unterzahl sind. Nur 23,7% der Erwerbtätigen in IT- und naturwissenschaftlichen Berufen sind Frauen und im Bausektor ist der weibliche Anteil mit 6,5% noch geringer.


Aus diesem Grund wurde 2001 der Girls’Day eingeführt, welcher in diesem Jahr am 27. April stattfindet. Der Girls’Day ist ein deutschlandweiter Orientierungs- und Zukunftstag für Mädchen, durch den die Vielfalt und Chancengerechtigkeit der Geschlechter in der Berufswelt gefördert werden soll. Am Girls‘Day lernen Mädchen Berufe oder Studienfächer kennen, in denen der Frauenanteil unter 40 Prozent liegt, z. B. in den Bereichen IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik. Oder sie begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik. Dadurch können sich junge Mädchen entsprechend ihrer Kompetenzen und Interessen weiterbilden – frei von Geschlechterklischees.


Auch die Marke Barbie hat es sich bereits seit mehreren Jahren zur Aufgabe gemacht junge Mädchen in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Barbie hat das Dream Gap-Projekt ins Leben gerufen – eine fortlaufende globale Initiative mit dem Ziel, Mädchen die Mittel und Unterstützung zu bieten, die sie weiterhin daran glauben lassen, dass sie alles sein können. Zum diesjährigen Internationalen Frauentag am 08. März stellte Barbie sieben neue Puppen vor, die erfolgreichen Frauen in MINT-Berufen nachempfunden wurden. Vorbilder – sogenannte Role Models – aus der MINT-Branche sind für Kinder von entscheidender Bedeutung, um ihr Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu wecken und ihnen einen Zugang zu ermöglichen.


Ein Bespiel hierfür ist die deutsche Meeresbiologin Antje Boetius, die bereits an über 50 Expeditionen auf internationalen Forschungsschiffen teilgenommen hat und sich aktiv für den Klimaschutz engagiert. „Ich fühle mich geehrt, ein Barbie Role Model für die Polar- und Meeresforschung zu sein und Kinder für diese Wissenschaftsbereiche zu begeistern. Die Forschung zeigt, dass Spielzeug ein wichtiger Faktor bei der Förderung der Kreativität und Fantasie von Kindern ist. Barbies sollten daher auch die Vielfalt verschiedenster Berufe widerspiegeln – einschließlich der Berufsgruppen, die die Polar- und Ozeanwelt erforschen und die sich für den Tier- und Umweltschutz einsetzen“, sagt Antje Boetius.


Hier findet ihr mehr Informationen zum Girls’Day und zum Dream Gap Projekt von Barbie!


1 Die Studie wurde von Forschern der New York University, der University of Illinois und der Princeton University durchgeführt.

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