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Equal Pay Day - Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?


Image: Vuk Valcic/ZUMAPRESS/picture alliance

Im vierten Jahr in Folge liegt der unbereinigte Gender Pay Gap bei 18 Prozent. Seit 2020 hat sich an dieser Situation wenig geändert, und diese Zahlen sind ein klares Indiz für die anhaltenden geschlechtsspezifischen Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Der unbereinigte Wert, der die durchschnittlichen Bruttostundenverdienste von Frauen und Männern ohne Anpassungen vergleicht, spiegelt nicht nur die unmittelbaren Einkommensunterschiede wider, sondern weist auch auf strukturelle Unterschiede und Zugangsbarrieren für Frauen in der Arbeitswelt hin.


Eine genauere Analyse des bereinigten Gender Pay Gap zeigt, dass Frauen selbst bei vergleichbarer Qualifikation, Tätigkeit und Erwerbsbiografie im Schnitt immer noch 6 Prozent weniger pro Stunde verdienen als ihre männlichen Kollegen. Dies verdeutlicht, dass die Ursachen für die geschlechtsspezifischen Verdienstunterschiede nicht allein auf individuelle Faktoren zurückzuführen sind, sondern tiefer liegende strukturelle Probleme und Barrieren widerspiegeln.



Ein durchaus relevanter Aspekt in Deutschland ist die regionale Variation des unbereinigten Gender Pay Gap. So ist dieser in Ostdeutschland mit 7 Prozent deutlich geringer als im Westen, wo er 19 Prozent erreichte.


Konkrete Zahlen verdeutlichen den Einkommensnachteil von Frauen. Mit durchschnittlich 20,84 Euro pro Stunde verdienen Frauen im Schnitt 4,46 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen, deren Bruttostundenverdienst bei 25,30 Euro liegt. Dass die Gehälter noch immer so weit auseinandergehen, macht für uns vor allem eines deutlich: Wir müssen den strukturellen Ursachen auf den Grund gehen, um eine nachhaltige Veränderung in Richtung Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu erreichen.


Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 027 vom 18. Januar 2024

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